Blick über Olympia und Kronos-Hügel
Heraion/ Tempel der Hera
Gymnasion
Philippeon
Zugang heiliger Bezirk
Säulen des Zeus-Tempels

Olympia - Wiege der Olympischen Spiele

24.-26.4.

Es geht auf unterschiedlich guten Straßen von der Küste weg ins Landesinnere, immer der guten Beschilderung nach Olympia folgend. Dort angekommen folge ich den Hinweisen auf Hotel Europa, bei dem der gut organisierte und saubere Campingplatz Alphios liegt. Die Parzellenwahl auf dem fast leeren Platz ist gleich erledigt, vom Womo aus geht der Blick über die liebliche Landschaft, über den heiligen Berg Kronos und den Ort Olympia. Von hier oben ist aber auch deutlich zu erkennen, welche Schäden die heftigen Feuer im Vorjahr angerichtet haben.

Ein Spaziergang zur ersten Orientierung zeigt, dass schon früh im Jahr der Touristenstrom eingesetzt hat und unzählige Busse Gäste an diesen geschichtsträchtigen Ort bringen. Von hier aus zog die olympische Idee um die Welt, seit der Einführung der Olympischen Spiele im Jahr 776 v. Chr. war hier 1000 Jahre lang der Austragungsort. Das Heiligtum am Fuße des Kronos-Hügels war eines der geistigen Zentren der Antike und hat nichts von seiner geschichtlichen Faszination verloren.

Deshalb bin ich am folgenden Morgen früh vor dem Eingangstor, um den zu erwartenden Andrang zuvor zu kommen. Übersehen habe ich dabei, dass heute der griechische Karfreitag ist und erst mittags geöffnet wird. Bis dahin hat sich natürlich eine stattliche Besuchermenge angesammelt, als Trost ist der Eintritt in Ausgrabungsbereich und Museum heute kostenlos.

Der Fußweg beginnt am Gymnasion, wo Wochen vor den eigentlichen Wettkämpfen das Training der Speer- und Diskuswerfer sowie der Läufer begann. Ein Stück weiter erreiche ich die Palaestra, einen großen, mit ionischen Säulen umgebenen Platz der Ringer- und Boxerschule. Noch relativ gut erhalten ist die Werkstatt des Pheidias, der u.a. die große Zeusstatue geschaffen hat.

Weiter im Südwesten liegen das als Hotel für hochrangige Zuschauer gebaute Leonidaion und die Thermen. Durch das Festtor, das aus vier Säulen gebildet wir, betritt man den heiligen Bezirk mit dem gewaltigen Zeustempel. Er ist mit 64 x 28 Metern Grundriss der größte auf dem Peloponnes, die nebenan zu sehenden Säulenteile liegen noch so, wie sie das Erdbeben 552 n. Chr. zerstört hat und lassen die Abmessungen des Gebäudes erahnen.

Nicht weit entfernt ist das Heraion, der älteste und am besten erhaltene Tempel der Anlage, der Göttin Hera geweiht. Auf dem Altar wird seit 1936 mit einem Brennspiegel das olympische Feuer entzündet und an den jeweiligen Austragungsort der Spiele gebracht.

Vorbei an der Echohalle und den ehemaligen Schatzhäusern geht es durch das Gewölbetor ins Stadion auf dem gleichen Weg, den die Athleten einst nahmen. Die Laufbahn mit 600 olympischen Fuß oder ca. 192 Metern ist an Start und Ziel mit Steinriegeln abgegrenzt, es gibt eine Tribüne für die Schiedsrichter, VIPs und Beamten, gegenüber ein Podest für die Demeter-Priesterin als einzige zugelassene Frau. Die Teilnahme an den Wettkämpfen war den freien männlichen Griechen vorbehalten, die anderen „Barbaren“ konnten zuschauen.

Leider liegt das legendäre Hippodrom, in dem die Wagenrennen ausgetragen wurden, noch unter den fünf Metern Schlamm versteckt, die das ganze Gelände über tausend Jahre bedeckte. 

Echohalle
Leonidaion/Therme
Leonidaion
Stadion-Eingang
Stadion-Seite
Schiedsrichtertribüne
Platz der Priesterin
Säulenrest

Museum

Gesamtansicht
Giebel des Zeustempels
Hermes mit Dionyseus
Nike
Apollon
Gott mit Handy?
Zentaurus
Giebel des Magarer Schatzhauses

Museum Der Besuch des neuen Museums ist unverzichtbar für die Kenntnisse von Kultur, Kunst und Leben in Olympia, das Modell in der Eingangshalle vermittelt einen plastischen Eindruck der Gesamtanlage.

Eine Vielzahl von Funden aus allen Kulturepochen fasziniert den Besucher, darunter die weltweit größte antike Waffensammlung. Hier trifft man auf den Giebel des Megarer Schatzhauses aus dem 6 Jh. v. Chr., die Zeus-Gruppe mit Ganymed aus Terrakotta, die Statue der Nike, die gelungene Statue des Hermes mit dem kleinen Dionysos auf dem Arm und viele andere ausgesprochen sehenswerte Exponate.

Hauptattraktion ist unbestritten der rekonstruierte Marmorgiebel des Zeus-Tempels in Saal 5, mit dem Hauptmythos Olympias, dem Wagenrennen zwischen Pelops und Oinomaos, den Kampfszenen der Lapithen gegen die Kentauren und die zwölf Heldentaten des Herakles.

Museum der modernen olympischen Spiele

Die Entwicklung der modernen Wettkämpfe wird in einem vom IOC errichteten Gebäude anhand von Medaillen, Briefmarken, Postern, Fotos und Dokumenten dargestellt. Interessant sind die Siegerfotos aus über 120 Jahren Olympische Spiele, aus denen die Begeisterung an der Teilnahme spricht sowie die Tabellen mit den Namen und Leistungen der Sportler.