Löwentor
Rundgrab
Restaurierungsarbeiten
Totenmaske
Schatzkammer-Eingang

Mykene

4.4.

Am folgenden Morgen bin ich dann einer der ersten Besucher der berühmten mykenischen Burg des Agamemnon, eine der großen kulturhistorischen Attraktionen Griechenlands. Gleich am Haupteingang springt die Zyklopenmauer ins Auge, das Löwentor mit dem 20 Tonnen schweren Türsturz. Hier stehen die kopflosen Löwen seit 3000 Jahren auf ihren Hinterläufen, gestützt auf einen Altar.

Einige Schritte weiter folgen dann die Schachtgräber unter der Agora von Mykene, die Heinrich Schliemann auf der Grundlage von Beschreibungen Homers entdeckt hatte. Die zahlreichen und wertvollen Grabbeigaben zeugen von hoch stehenden Persönlichkeiten, die hier bestattet waren.

Gute Wege mit Beschilderung führen immer höher den Hügel hinauf, vorbei an Tempeln, dem Megaron, dem Thronsaal, den Künstlerwerkstätten bis zum Brunnen. Hier, beim 12 Meter tiefen Abstieg über die Stufen unter der Befestigungsmauer hindurch kommt dann meine Stirnlampe zum Einsatz, ohne die die Aktion im wahrsten Sinne aussichtslos gewesen wäre, jedoch auch mit Lampe ist der Eindruck wenig spektakulär. Die Aussicht vom höchsten Punkt der Burg hinüber nach Argos und den Argolischen Golf ist allerdings sehenswert

Im relativ neuen und übersichtlichen Museum finden sich Darstellungen zur mykenischen Mode, Vasen, Goldschmuck, die goldene Totenmaske, Gebrauchsgegenstände, Münzen und ein Modell des Areals.

Ein Stück unterhalb des Eingangs ist tief in einem Hügel eine Kuppel mit beachtlichen Ausmaßen gegraben und mit zugeschnittenen Steinblöcken versehen worden. Dieses Schatzhaus des Artreus, auch als Grabmal des Agamemnon bezeichnet, geht auf des Jahr 1250 v. Chr. zurück. Wer hier in aller Ruhe schauen will, sollte das im Gegensatz zu den meisten vor dem Besuch der Festung tun, mit dem Kombiticket kein Problem.

Der Anfangs leere Parkplatz hat sich inzwischen mit derart vielen Bussen gefüllt, dass mein Womo fast hoffnungslos eingekeilt ist und nur nach halbstündigem millimetergenauem Rangieren sich eine Fluchtmöglichkeit findet. Man tut also gut daran, beim Eintreffen am Parkplatzausgang oder gleich an der Strasse zu parken. Heutiges Ziel ist die Hafenstadt Gythio, es geht über Argos, die Hochebene von Tripolis und Sparta nach Süden, wo ich bei einem Schiffswrack eine ruhige, sandige Bucht für die Nacht finde. N 36 46.254 E 22 33.798

Blick nach Argos
Fresko Mykene
Mode in Mykene
Ausschnitt
Im Kuppelgrab
Thronsaal
Hügel mit Ausgrabungsstätte
Blick zum Parkplatz