
26.-29.4.
Mehrere Tage und Nächte mit wenig Schlaf, verursacht durch Rückenprobleme, lassen eine ärztliche Behandlung notwendig erscheinen. Da nach meiner Erfahrung so etwas dauern kann und die Möglichkeiten, dies im WOMO auszukurieren begrenzt sind, beschließe ich die umgehende Heimfahrt. Die Umbuchung der Fähre auf den Ostersamstag ist kein Problem. Mit Schmerzmitteln versorgt fahre ich auf gut ausgebauter Schnellstrasse von Olympia Richtung Patras und erreiche den Hafen am frühen Abend. Nach einem letzten griechischen Bauernsalat mit Souflaki habe ich noch Zeit genug, um der Fähre Ikarus Palace beim Anlegemanöver zuzusehen. Ein wenig schwermütig zähle ich 18 Wohnmobile, die erwartungsvoll von der Rampe in Richtung Peloponnes rollen.
Mein WOMO wird zu den Plätzen für Camping an Bord direkt an einer Außenluke eingewiesen und bekommt auch gleich Stromanschluss. Da ich durch einen Versehen bei Minoan zusätzlich noch eine Einzel-Aussenkabine zur Verfügung habe, kann ich mir aussuchen, wo ich mich aufhalte, was sehr praktisch ist. Um Mitternacht verlassen wir Patras und kommen in der Morgendämmerung nach Korfu. Vor dem Kabinenfenster zieht die grüne Insel auf voller Länge vorbei und gibt Blicke auf die herrlichen Buchten und Wälder frei.
Nach weiteren 24 Stunden bei spiegelglatter See erreichen wir die Lagune von Venedig und genießen einmal mehr die langsame Fahrt, vorbei an der schönen und bekannten Kulisse der Stadt, diesmal im prächtigen Licht des Vormittags.