Ierápetra

26.2. - 5.3.

Endlich kommt mein Rad in Aktion, auf fast ebener Strecke erreiche ich in knapp 30 Minuten die lang gestreckte Uferpromenade von Ierápetra. Hier ist endlich menschliches Leben in fast jeder zweiten Taverne, auch geschlossene Geschäfte sind selten. Historisches findet man bis auf das venezianische Hafenkastell kaum noch, doch die einzige Stadt an der Südküste hat mit ihrer Uferpromenade und dem dahinter liegenden Gewirr von kleinen Gässchen ihren eigenen Reiz. An der engsten Stelle der Insel gelegen war sie lange Zeit Bindeglied zwischen dem griechischen Festland, dem nahen Osten und Nordafrika. Napoleon soll hier 1798 auf seinem Ägyptenfeldzug Station gemacht haben. Das Haus in dem er geschlafen haben soll, wird gerne gezeigt. Nix umwerfendes, ein schönes Haus halt! Da die Gegend die wärmste der Insel ist, hat sie einen hohen touristischen Stellenwert, auch Zuwanderer aus kühleren Gegenden Europas sind in Ierápetra und den Nachbarorten stark vertreten. Gewächshäuser mit Tomaten und Gurken (für´s Tzatsiki) prägen das Landschaftsbild.

Bilder Ierápetra

Fischerboote
Strand Ierapetra
Venezianisches Kastell
Antike Fischbecken
Samstag Markt
Strand bei Koutsounari

Kloster Kapsa

Karge Felslandschaft
Auffahrt zum Kloster
Höhle des Jerotojannis

27 km östlich von Ierápetra, an der Strasse von Analipsi nach Goudouras, klebt auf einem Felsvorsprung das Kloster Kapsá. In dieser kargen, felsigen Gegend wirkt der Klostergarten mit Weinreben, Oliven-, Mispel- und Zitronenbäumen wie eine Oase. Am derzeit arg gestutzten Tamariskenwäldchen vorbei kann man an der Strasse sein Fahrzeug verlassen (N 35 01.261 E 26 03.249) und die 200 m lange steile Auffahrt hinaufgehen.

Man kommt in den Innenhof mit der schönen Höhlenkirche. Hier finden sich Ikonen, die auf die Taten von Jerontojannis hinweisen, der 1843 in todesähnlichen Schlaf fiel und danach Wunderheilungen vollbrachte. Seine anschließende Berühmtheit auf Kreta führten zu Geld- und Sachspenden sowie tatkräftiger Unterstützung, mit der er das zerstörte Kloster, in dem er geboren wurde, wieder aufbauen konnte. Oberhalb der Anlage kann noch die Höhle besichtigt werden, in dem er jahrelang gelebt haben soll.

Auch heute noch werden ihm Opfergaben an die Höhle gelegt.