Nassersee

Morgens legte das Schiff ab und fuhr nach Norden, noch mal an den vorher besichtigten Tempeln vorbei. Nachmittags erreichten wir Amada, mussten unsere Schwimmwesten anlegen und strebten als weithin sichtbare orangefarbene Tupfer in der Wüste den Tempeln von Amada und Derr entgegen.

Da auf dem 500 km langen Stausee nur sechs Schiffe fahren, sind die Tempel an seinem Rand bei weitem nicht so touristisch frequentiert wie die Bauten im leichter erreichbaren unteren Niltal. Dementsprechend sind sie im Inneren besser erhalten und insbesondere die Fresken farblich beeindruckend.

Nach Besuch des Grabes von Pennut ging es zurück zum Schiff. Mitten in der Wüstenei, in absoluter Stille, ohne Streulicht und bei klarer Luft erlebten wir einen nie gekannten Sternenhimmel und einen fantastischen Sonnenaufgang. Noch vor dem Frühstück standen in Wadi El Seboa der Amun-Tempel und der Tempel von Dakka an. Dieser ist Toth, dem ibisköpfigen Gott der Schreiber gewidmet.