
In Edfu wird der Touristentransport mit der Kutsche vorgenommen, wir passierten mit dem Schiff eine Badestelle für diese „Nilpferde“ und wurden nach dem Landgang zum Horustempel gebracht. Dieser ist der am besten erhaltene Tempel und stammt aus der Zeit der Ptolemäer. Unterwegs passierten wir ein Transparent, welches zum Boykott Dänischer Waren aufrief, das einzige Mal, dass der Karikaturenstreit uns öffentlich als Thema auffiel. Die Frühstücksbutter auf dem Schiff war allerdings eindeutig aus Dänemark.
In der relativ weitläufigen Tempelanlage des Falkengotts beeindruckten uns die überwiegend gut erhaltenen Fresken mit ihren unterschiedlichen Themen.
Tempelwächter: Diese Männer haben hauptsächlich damit zu tun, das allgegenwärtige Fotografier- und Filmverbot durchzusetzen. Auf Blitzlicht reagieren sie sofort und rigoros, ist ja auch klar, das kann nicht gut für die verbliebenen Farben sein. Ansonsten ist das Fotografieren letztlich eine Frage des Preises, denn viele Wächter bieten gegen kräftiges Trinkgeld an, die interessantesten Stellen ablichten zu lassen, sofern nicht einer ihrer Kollegen zuschaut. Wir sind eben im Orient und jeder muss sehen, wie er seine Familie satt bekommt.
Kameras mit Kipp- und Schwenkdisplay, die man nicht mehr vors Auge halten muss, sondern mit Selbstauslöser an jeder beliebigen Säule anlehnen kann, sind ihnen allerdings noch ausgesprochen unbekannt und fremdartig, richten aber keinerlei Schaden an.